Auf Tour sind wir jetzt schon fast eintausendfünfhundert Kilometer gefahren und saßen dabei rund sechsundzwanzig Stunden im Auto. Kein Wunder, wenn die Band gleich nach dem Intro loslegt, als gäbe es kein Morgen mehr. Jedenfalls keines mit Soulmusik. Dringlich nach Bewegung fragt auch Micha beim Publikum nach, immer zu Beginn jeder Show. Die Nummer von Lenny Kravitz darf gern wörtlich genommen werden: Are you gonna go my way.

In den vergangenen Tagen ging das Publikum mit uns diesen Weg und staunte am Ende, dass die Ostsee-übliche Duonade (jährliche Meisterschaften keyboardverstärkter Playback-Zwillinge) auf recht aufregende Art und Weise unterbrochen worden. Unterbrochen haben wir unsere Tourroutine am Dienstag. Als uns Conny und Heinrich zum Kaffee nach Neu-Sallenthin einluden. Nur zwei Steinwürfe weit weg von der Heringsdorfer Bühne.

 

Apropos Tourroutine; in Zingst begannen wir bereits am frühen Nachmittag, fanden ein fluffiges Ambiente, mitten drin Christoph Herrmann & Familie und wir lösten beim lokalen Getränkeverhändler einen Ansturm auf die vollen Gläser aus. Mit ihm dürfen wir im nächsten Jahr wieder planen, rief er hocherfreut aus. Die frühe Anfangszeit brachte uns noch bei Sonnenlicht an den Strand. Wo wir unbedingt das Bandfoto auf der Zingster Brille nachholen wollten, mit vollständiger Besetzung. Wer genau nachsieht, wird feststellen, dass wieder jemand fehlt. Franzi war an dem Tag nicht offroadtauglich.

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